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Magnetic Loop 1.3m, 15m – 80m

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Die Antenne steht nicht mehr zum Verkauf

Eine Magnetic Loop, 1.3m, Oktagon mit 15mm Kupfer, 5-500pF Cermet Vakuumdrehko 5000Volt, kann also mit 100W betrieben werden. Die Antenne funktioniert ab dem 15m Band durchgängig bis ins 80m Band. Das 80m Band ist nutzbar ab 3,620 MHz bis 3.8MHz. Diese Einschränkung ist bedingt durch die Kapazität des Vakuumdrehkos. Z.Zt. sind die Oktagon Elemente noch nicht hartverlötet, sondern mit Klemmschellen versehen. Wird die Antenne unter Dach betrieben, muß sie nicht verlötet werden und ist sehr einfach zu transportieren. Mit Klebeschrumpfschlauch guter Qualität kann man sich das Hartverlöten gänzlich ersparen. Zur einfachen Frequenzeinstellung habe ich eine spannungsgesteuerte Digitalanzeige implementiert. Man erstellt eine Tabelle mit den angezeigten Daten und findet jedes gewünschte Frequenzband sehr einfach wieder, da die Steuerspannung stabilisiert ist. Die Antenne hat noch keine Wetterschutzhabe, die bei Innenbetrieb auch nicht nötig ist. Die Antenne kann ab einer Höhe von 2m über Grund betrieben werden.

Ich habe insgesamt 4 Mag. Loopantennen in den letzten Wochen gebaut und getestet.  Diese Antennen sind deutlich besser als ihr Ruf. Die Fieldtests haben gezeigt, sie können mit anderen Vertikalsystemen durchaus mithalten und haben wegen ihrer Schmalbandigkeit häufig deutliche Vorteile. Da ich keinerlei Interesse am 80m Band habe, verkaufe ich beide Ausführungen, die das 80m Band enthalten. Ich habe sie nur gebaut, um die Vielseitigkeit zu testen.

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Mag.-Looptest 6. – 7.7.2019

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Ich habe den angekündigten Looptest etwas reduziert, da meine Mitstreiter wegen anderer Verpflichtungen nicht zur Verfügung standen. Verglichen wurden nur die 1.7m Loop, Oktagon, 26mm Kupferrohr, Vakuumdrehkondensator, Frequenzbereich 17m – 80m, mit einer 40/80m RoomCap und einer 40m Pyramide. Die 6m Allbandvertikalantenne war nur zum Rundempfang montiert, ist aber nicht verglichen worden, da sie nur eine Behelfsantenne ist und nicht wirklich konkurieren konnte. Gehörmäßig waren nur geringe Unterschiede festzustellen. Die Loop war im 40m Band nur empfangsmäßig durchgängig der RoomCap um ca. 3dB überlegen. Sendemäßig waren keine Unterschiede festzustellen. Die Loop und die Pyramide sind gleichwertig, beide rauschen etwas weniger, als die RoomCap. wenn es nur um Vertikalsignale geht. Sendet die Gegenstation horizontal, hat die Pyramide deutliche Vorteile, da sie vertikal, als auch horizontal sendet und empfängt. Auf 80m hat die RoomCap die Nase vorn, da 1.7m Durchmesser bei der Loop nicht ausreichen, um gleichwertig mit der RoomCap zu erscheinen. Um hier bestehen zu können sollte die Loop rechnerisch dann schon 2.5m Durchmesser haben. Im 80m Band ist die Roomcap mit ihrer geringen Baugröße nicht zu übertreffen. Sie ist, wie bereits bei früheren Tests festgestellt, jedem 80m Dipol deutlich überlegen.

Es konnten bauartbedingt natürlich nicht alle Frequenzbereiche verglichen werden. Ich habe die Loop aber auch auf 20 und 17m quer durch Europa getestet und sehr gute Rapporte erhalten. Die erhaltenen üblichen 5/9 spielen hier keine Rolle, entscheidend ist, ob die Gegenstation das Rufzeichen beim ersten Anruf korrekt versteht. Die beschriebene Richtwirkung der Loop bei Vertikalmontage ist übrigens minimal und in den meisten Fällen zu vernachlässigen. Für alle Verbindungen wurde mit 100Watt gesendet. Dazu muß man anmerken, wer heute mit 100Watt im KW Bereich sendet, ist schon als QRP Station anzusehen. Folglich werde ich meine zweite 1.7m Loop, die von 17m – 40m arbeitet und für 1kW Leistung ausgelegt ist, bei mir horizontal montieren und mit meiner FL2100Z betreiben, um die Verhältnisse anzugleichen.

Für die ungewöhnlich gute Funktion der Loop spricht die Tatsache, dass einige Stationen mit 500-1000 Watt sendeten, aber Dipol,- oder Langdrahtantennen verwenden, mich einwandfrei empfangen konnten.

Peter DH3PR